Maler/in EFZ

Übersicht
Berufsbezeichnung

Maler/in 3-jährige Grundbildung

Berufsfachschulorte im Kanton Bern

Berufsbildungszentrum IDM Thun (IDM)
Gewerblich Industrielle Berufsschule Bern (gibb)
Berufsbildungszentrum Biel-Bienne (BBZ-CFP)

Tätigkeiten

Maler/innen versehen Gebäude innen und aussen mit Farbanstrichen, tragen Verputze auf und tapezieren Räume.

Maler/innen führen Anstricharbeiten im Innen- und Aussenraum aus. Sie versehen Fassaden, Wände, Decken, Böden, Türen, Fenster und andere Gebäudeteile mit Farbanstrichen. Damit tragen sie unter anderem zum Schutz und zur Erhaltung von Bausubstanz bei. Auf der Baustelle sind sie oft am Schluss an der Reihe, bevor ein Gebäude seiner Nutzung übergeben wird. Dabei achten die Maler/innen darauf, die Arbeiten anderer Baufachleute nicht zu schädigen.

Bevor Maler/innen mit dem Anstrich beginnen, berechnen sie den Materialbedarf, stellen das Material und Geräte bereit, richten auf der Baustelle ein Magazin ein und stellen Leitern und Rollgerüste auf. Nicht zu streichende Bauteile schützen sie mit Klebeband und Plastikfolie vor unerwünschten Farbklecksen.

Die diversen Untergründe erfordern meistens eine Vorbehandlung. Maler/innen beurteilen den Untergrund und prüfen dessen Eignung als Anstrichträger. Sie kennen die Ursachen, die bei Beton, Stein, Gips, Holz, Kunststoff oder Metall zu Anstrichmängeln führen können, und behandeln den Untergrund entsprechend vor: durch Schleifen, Grundieren, Spachteln, Entrosten, Isolieren, Aufhellen etc. Bei Renovationen kommt das Entfernen alter Anstriche dazu.

Maler/innen mischen die Farben gemäss Farbenlehre. Zum Auftragen der Farben und Lacke wenden sie verschiedene Applikationstechniken an: Streichen mit dem Pinsel, Rollen mit der Walze, oder Spritzen mit der Pistole. Winklige Gegenstände wie Fensterläden behandeln sie in der Werkstatt, im Farbbad. Maler/innen beherrschen auch dekorative Techniken wie Tupfen, Marmorieren oder Maserieren.

Zahlreiche Materialien kommen zum Einsatz: Lösungs- und Verdünnungsmittel, Isolations- und Abdeckmaterial, Spachtel- und Füllmassen, Ablauge- und Schleifmittel, Klebstoffe, Additive etc. Maler wählen die richtigen Produkte aus, setzen sie zweckmässig ein und sorgen für die umweltgerechte Entsorgung von Abfällen und Restmaterialien. Ihre Werkzeuge, Geräte und Maschinen reinigen und pflegen sie. Malerinnen sind auch für das Aufziehen von Tapeten, das Verputzen von Fassaden sowie das Anbringen von Isolationen zuständig. Ausgeführte Arbeiten halten sie schriftlich in einem Rapport fest. Bei der Arbeit befolgen sie die Vorschriften zur Verhütung von Unfällen, Berufskrankheiten, Vergiftungen und Bränden.

Quelle: BIZ-BERUFSINFO, Laufbahnzentrum Zürich. Kontakt Redaktion: www.biz-berufsinfo.ch

Dauer der Lehrzeit

Die berufliche Grundbildung zum Erlangen des Abschlusses mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis als Maler/in dauert 3 Jahre.

Ausbildung

- Allgemeine Informationen für Lernende 
- Allgemeine Informationen für Lehrbetriebe (u.a. Formular Lehrvertrag) 
- Richtlinien und Empfehlungen des SGMV zum Lehrvertrag 'Maler/in'
- Angebote der kantonalen Ausbildungsberatung 

Gesetzliche Grundlagen

Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für Maler/in von 1982 sowie Rahmenlehrplan  für den beruflichen Unterricht von 1982 (vgl. S. 13ff)(neue Bildungsverordnung sowie neuer Bildungsplan in Vorberbeitung)

Weitere Informationen Kontaktadressen, weitere Informationen

Zusatzinformationen zum Malerberuf finden Sie auf den Homepages der Berufsverbände:

- SMGV  Schweizerischer Maler- und Gipserunternehmer-Verband
  Für Fragen zur Grundbildung: Frau Simone Läuchli, s.laeuchli@malergipser.com
- VBMG Verband Bernisches Maler und Gipsergewerbe
  Ausbildungszentrum VMBG, Rubigenstr. 79, 3076 Worb
- MGUV Maler- und Gipserunternehmer-Verband Berner Oberland
  Geschäftsstelle: Walter Dällenbach, 3604 Thun, walter@daellenbach.ch
  Präsident: Jürg Hansen, 3800 Interlaken
- Fachzeitschrift 'applica' 
- Berufsinformationen, Berufsberatung 
- Berufsinformationszentrum BIZ   Obere Hauptgasse 78, 3600 Thun- BIZ Berufsinfo, Basis-Dokumentation über Berufe in der Schweiz

Kompetenzen
Vorbildung

Abgeschlossene Volksschule

Berufsspezifische Anforderungen

- Handwerkliches Geschick
- Praktisches Verständnis
- Körperliche Beweglichkeit
- Robuste Gesundheit
- Normales Farbsehen
- Guter Farben- und Formensinn
- Sauberkeit, Exaktheit
- Geduld und Ausdauer
- Sozialkompetenz

Andere Fähigkeiten

Die persönlichen Kernkompetenzen  tragen ebenso zum Lernerfolg bei wie die Werthaltungen.

Sprache und Kommunikation

Die Bildungsziele im Lernbereich "Sprache und Kommunikation" beschreiben detailliert, welche Sprach- und Kommunikationskompetenzen gefördert und entwickelt werden. Im Zentrum stehen dabei kommunikative Kompetenzen, die den Jugendlichen im beruflichen, persönlichen und gesellschaftlichen Kontext von Nutzen sein werden.

Die Förderung der Sprachkompetenz im Rahmen der Allgemeinbildung geschieht in erster Linie handlungsorientiert. Im themenorientierten Unterricht erhalten die Lernenden vielfältige Gelegenheit, ihre Sprachkompetenz einzuschätzen, anzuwenden und weiterzuentwickeln.

Sprachkompetenzen: berufsspezifischer Kompetenzraster und Anwendungsbeispiele

Im Grundraster finden sich dunkel hinterlegt jene Kompetenzen, über welche die eintretenden Berufslernenden im jeweiligen Beruf bereits zu Beginn der beruflichen Ausbildung verfügen sollten. Die hellere Farbe verweist auf das zu Ende der Lehrzeit angestrebte Kompetenzen-Niveau.

Die Datei "Anwendungsbeispiele" dient der Illustration der geforderten Kompetenzen. Darin finden sich exemplarische Anwendungen, die dazu dienen, die aufgeführten Kenntnisse und Fertigkeiten zu umschreiben und zu konkretisieren.

- Grundraster Sprachkompetenzen - Maler/in  
- Sprachkompetenzen – Anwendungsbeispiele 

Mathematik / Fachrechnen

Berufsbezogenes Kompetenzraster: Der Kompetenzraster dient zur Beschreibung von mathematischen Fähigkeiten. Die künftigen Berufslernenden können mit diesen Angaben ein persönliches Kompetenzprofil erstellen, im Sinne einer Standortbestimmung. Gelb unterlegt sind jene Kompetenzen, über welche die Schülerin, der Schüler bei Beginn der beruflichen Ausbildung verfügen sollte. Diese Seiten sind vor allem für die Lehrpersonen der Sekundarstufe 1 gedacht.

Berufsbezogene Musteraufgaben (Mathematik/Fachrechnen)

Zu jeder geforderten Kompetenz findet die Schülerin, der Schüler eine Musteraufgabe. Damit wird den Lernenden der Sekundarstufe 1 die geforderte Kompetenz zu Lehrbeginn verdeutlicht. Somit können die Schüler und Schülerinnen selber überprüfen, ob sie die zu Lehrbeginn geforderten Kompetenzen erfüllen.

- Musteraufgaben Maler/in 
- Musteraufgaben Maler/in (Lösungen) 

Ausbildung

Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht umfasst 1080 Lektionen

Fachbereich Lektionen
Berufskunde 240
Farbe und Form 240
 Fachrechnen                                120
allgemein bildender Unterricht     360
Sportunterricht 120

 Lektionentafel der Maler/in

Aufteilung der Schultage

1. Lehrjahr 1 Schultag/Woche
2. Lehrjahr 1 Schultag/Woche
3. Lehrjahr 1 Schultag/Woche

- Stoffplan Berufskunde Maler/in, IDM (Version 2000) 

Brief Information zum Schulbetrieb
Informationen zum Schulbetrieb (Pflichtunterricht)

Berufsmaturität

Für leistungsfähige Lernende besteht die Möglichkeit, lehrbegleitend die Berufsmatur zu erwerben oder zumindest den Vorkurse für den an die Lehre anschliessenden Vollzeit-Jahreskurs zum Erwerb der Berufsmaturität zu absolvieren (Schulort BM 1: GIB Bern).

Bildung in beruflicher Praxis

Die Bildung in der beruflichen Praxis erfolgt, in Übereinstimmung mit dem Ausbildungsreglement, während der ganzen Lehrzeit an 4 Tagen pro Woche im Lehrbetrieb.

Überbetriebliche Kurse ÜK

Die im Ausbildungszentrum Worb durchgeführten überbetrieblichen Kurse haben zum Zweck, die Lernenden in die grundlegenden Fertigkeiten des Berufes einzuführen. Total sind im Verlauf der Ausbildung 8 Kurswochen vorgesehen.

1. Lehrjahr:             3 Wochen
2. Lehrjahr:             3 Wochen
3. Lehrjahr:             2 Wochen

Kursprogramme ÜK: vgl. Rubrik Aus- und Weiterbildung auf der Website des Kantonalverbandes VBMG.

Qualifikationsverfahren

Allgemeinbildung:
Woche 24 am Schultag

Berufskunde schriftlich und Zeichnen:
Praktische und mündliche Prüfung Serie 1 und Serie 2:
 

Praktische Arbeiten                23 Stunden

Die Lernenden müssen folgende Arbeiten ausführen:

- Vorarbeiten
- Anstriche, Lackierungen, Beschichtungen
- Struktur-, Lasur- und Klebearbeiten
- Nachmisch- und Anpassarbeiten
- Farbgebung, Fachzeichnen

Berufskenntnisse                    3 Stunden

Die Prüfung ist unterteilt in:

Themen Dauer
Allgemeine Berufskenntnisse, Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Bauteile,Untergründe, Materialien, Arbeitsvorgänge und Anstrichaufbauten 75 Minuten mündlich
Allgemeine Berufskenntnisse, Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Bauteile,Untergründe, Materialien, Arbeitsvorgänge und Anstrichaufbauten 45 Minuten schriftlich
Fachrechnen 60 Minuten schriftlich
Allgemeinbildung

Die QV-Note in der Allgemeinbildung setzt sich aus 3 Teilnoten zusammen:

1. Erfahrungsnote (Zeugnisnoten)
2. Vertiefungsarbeit
3. Standardisierte Einzelprüfung

Weiterbildung
Zusatzlehre

- Gipser/in
- Autolackierer/in
- Industrielackierer/in
- Vergolder/in
- Farben- und Lacklaborant/in
- Theatermaler/in
- Schriften- und Reklamemaler/in

Verbandsdiplome

- Maler-Vorarbeiter/in SMGV
- Tapezierer/in VST/SMGV

Höhere Fachprüfungen (HFP)

- Malermeister/in

Höhere Fachschule

- Studiengänge in verwandten Fachrichtungen, z.B. Techniker/in HF Farbgestaltung

Fachhochschule FH

- Studiengänge im Fachbereich Bauwesen, z. B. Architekt/in FH

  -> vgl. SMGV / Weiterbildung Maler/in

Lehrpersonen
Name Vorname Fächer E-Mail
Berger Martin Allgemeinbildung martin.berger@idm.ch
Bögli Markus Sport markus.boegli@idm.ch
Heusser Stefan Allgemeinbildung stefan.heusser@idm.ch
Künzler Jürg Sport juerg.kuenzler@idm.ch
Liechti Vera Allgemeinbildung vera.liechti@idm.ch
Meier Nick Sport nick.meier@idm.ch
Pfister Silvio Berufskunde silvio.pfister@idm.ch
Scheidegger Manuel Sport manuel.scheidegger@idm.ch
Tehrani Daryoush Sport daryoush.tehrani@idm.ch
Todaro Giovanni Berufskunde giovanni.todaro@idm.ch
Vanazzi Valerio Berufskunde valerio.vanazzi@idm.ch
Stundenplan & Kontakt

Stundenplan

 

Kontakt

Abteilung Bau und Dienstleistung
Christian Schläppi
033 227 33 44 (43)
christian.schlaeppi@idm.ch

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